• abenteuer in afrika ... suedwesterfahrt mai 2006

    navigation mal leicht gemacht ...

    06/05/01 tag der arbeit in afrika

    06/05/02 richtung sued-suedwest

    06/05/03 planänderung

    06/05/04 monte namibia ...

    06/05/05 waterberg und wildfest ...

    06/05/06 etosha ...

    06/05/07 durch die etosha nach tsumeb ...

    06/05/08 tsumeb, richtung afrika ...

    06/05/09 grenzgänger ...

    06/05/10 east end ...

    06/05/11 mit viel glück keine löwen sehen ...

    06/05/12 chobe, zweiter teil ...

    06/05/13 maun und moremi ...

    06/05/14 trans kalahari ...

    06/05/15 gobabis street life ...

    06/05/16 durch zentral.namibia ...

    06/05/17 namibia ...

    06/05/18 back2windhoek ...

    06/05/19 dem fernweh entgegen ...

  • 06/05/19 dem fernweh entgegen ...

    die letzte nacht in afrika ...
    ist vorbei ...
    das auto in der rental station und wir warten am morgen in windhoek auf das frühstück ...

    die pudelwurst schmeckt aber immer noch nicht ...


    heut morgen ist das B&B recht gut gefüllt, da wollen einige abenteurer ihr abenteuer in namibia erleben ...

    und andere, zu denen wir leider auch gehören, warten auf den flug in die heimat ...


    wir können bei den .neuen. mit unseren erlebnissen und erfahrungen der

    vergangenen wochen unheimlich punkten ...


    viel bleibt uns nicht mehr von deutsch sued west ...


    eigentlich nur noch die fahrt zum airport ...

    in windhoek gelingen noch einmalige aufnahmen auf unserer fahrt ...

    ein lumpu, der
    zwar arbeiten soll, es aber nicht tut ..., haben wir die ganze zeit nicht gesehen ...

    faulpelz ...

    obwohl diese bildbeschreibung nicht ganz richtig ist ...


    denn einer arbeitet und vier schauen nur zu, oder nicht mal dass ...

    die strecke zum airport

    nichts neues

    sind wir nun schon das vierte mal am abfahren, nichts neues eben, die karte mit den letzten landschaften

    richtung airport 

    und den letzten spuren des deutschen kaiserreiches füllen ...

    otto fürst ...


    wir sind lang vor dem abflug da und so bleibt noch zeit, das letzte bier, was wir noch von betschuanaland im gepäck haben, zu geniessen ...


    letztes bier ...

    vor dem airportgebäude

    spiegel welt

    werden, wir sind wieder in der zivilisation, schon parkkrallen verteilt ...


    parkkralle

    checken das gepäck und uns ein ... und geben noch mal geld im duty free aus ...

    der flug nach joburg ohne vorkommnisse ...


    über der wüste noch einmal höhenspionage ...

    über afrika

    kundschaften die farmen der umgebeung aus

    farmland

    und sehen die wege, die wir durch die wüste

    strassen

    gefahren sind, aus der ferne ...


    beim anflug auf joburg afrika aus der luft ...


    anflug joburg

    und der grossraum joburg/pretoria ...

    strassen ....


    strassen

    wohnvierteln ...


    wohnviertel

    rennbahnen ... und
     

    rennbahnen

    besseren wohnvierteln ...

    die besseren


    der flughafen ist gut gefüllt und wird gewaltig umgebaut ...

    wieder vier stunden in der lounge unseres vertrauens ...

    die welt in afrika

    am frühen abend dann einsteigen zum nachtflug über afrika ....


    joburg airport

    unsere banknachbarn sind deutsche reiseveranstalter, die wohl öfter die strecke fliegen ...

    kommen gerade aus malawi/zentralafrika ...

    und nach kurzem gespräch erklären sie uns, dass es schon ganz erstaunlich sei, dass wir in der savuti march keine löwen gesehen hätten ...


    der flug ist lang, mein monitor kaputt, die besten filme in english und ich kann nur ne stunde schlaf finden, verdammt können zehn stunden im flieger lang werden ...


    am morgen landen wir gerädert in FRAU, zum glück gibt nen corsa 1,2twinport als mietwagen, der uns in rekordverdächtigen 2 ¾ stunden nach gera bringt.

    26h nach windhoek ...

    nur noch schlafen ...

    wollen ...

  • 06/05/18 back2windhoek ...

    gehe zurück auf los ... >>> 

    der letzte morgen in freier wildbahn ....,

    weil wir wiedermal unbekannte strecke vor uns haben, packen wir die sachen nach sonnenaufgang, es ist noch ziemlich frisch ... 

    eine grundreinigung des wagens machen wir noch auf dem zeltplatz ...

    will ihn nicht unbedingt mit dem unrat von drei wochen afrika abgeben trotz der frühen stunde sind wir die letzten, die vom camp losfahren ...

    die vielen zeltkollegen des letzten abends sind wohl alle schon im sossuvvlei .... 

    losfahren, ohne zu bezahlen ..., hätten wir dies jeden morgen machen können ...

    aber man möchte in sesriem kein geld für den platz und aufdrängen ist uns auch nichts ... 

    vor uns blauer himmel

    blue sky

    und wieder atemberaubende landschaften,

    IMG_1214

    hinter uns kommen schon wieder die südafrikanischen strassenbauer mit großen lkw

    truck

    und noch viel größeren staubfahnen

    dust

    anhänglich, die auch nach minuten noch in der luft stehen ... 

    die letzten liter benzin aus dem reserverkanister, die wir in walvis bay erworben und seitdem unser treuer begleiter waren, findnen den weg in den tank ...
     

    und weiter in richtung nordosten, leider ist windhoek unser heutiges ziel ...
     

    in einem labyrinth von canyons

    IMG_1215

    am rande der namib, verlieren wir nun auf grund der unterschiedlichen strassenkarten und schlechter ausschilderung vollends die orientierung und wählen, einfachsten und nicht den schönsten weg in richtung befestigter strassen nach norden ... 

    in klein aus versuchen wir dann in der örtlichen gemeinde, also eigentlich beim gemeindevorsteher die gesammelten und viele tausend kilometer gereisten süssigkeiten, klamotten und schulsachen zu hinterlassen ...
     

    da wir den gemeindevorsteher aber nicht antreffen, nehmen wir also die sachen wieder mit nach hause ...
     

    als wir auf dem weg eine kleines gespann mit oma, opa und enkel treffen, wollen wir zumindest die stifte und candys noch los werden.

    IMG_1216

    also bekommen sie die sachen in die hand gedrückt. die großeltern freuen sich fürs enkele, der kleine schaut noch ängstlich, ob dieser ganzen situation und hat nun sicher bis zum ende des studiums mit stiften ausgesorgt. 

    IMG_1219

    am frühen Nachmittag sind wir wieder bei asco auf dem hof und wir buchen für den letzten abend noch mal das hauseigene B&B. 

    wir fahren wieder in die schopenhauer str, wo wir herzlichste begrüßung durch die beiden guten geister des hauses empfangen.
     

    und jetzt wird es interessant, auto komplett leeren und alles ins zimmer, was drin liegen bleibt, wir entweder dem B&B, lebensmittel und spüli, gespendet, dass was niemand mer will und der verbliebene müll ordnungsgemäß entsorgt. 

    mit leerem auto fahren wir noch ein letztes mal den guten sprit fassen, auch hier werden wir wieder nicht enttäuscht, der 3,3lvau sechs hat sich wieder mal ganz schön viel genehmigt. 

    aber wir können an dieser tankstelle mit kreditkarte kaufen, was im normalfall fast gar nicht geht. die erste, die ich kennen lerne ... 

    aber im umgang mit der karte sind die dienstbaren geister noch nicht geübt, des dauert ziemlich lang. 

    die übergabe bei asco klappt sehr reibungslos, hatten uns schon auf lange diskussionen wegen des nicht mehr ganz so makellosen äußeren es wagens eingestellt, das einzige, wo die jungs so richtig übertrieben haben, war der tank. 

    die zapfpistole der hauseigenen tankstelle wurde bei asco noch bemüht, um heraus zu bekommen, ob wir wirklich voll getankt haben. 

    egal, es fehlt ein liter, der uns aber auch erlassen wird.  

    nun sind wir es los, unser heim der letzten wochen, dass uns trotz der kleinen panne gut über die fast 6000km durch drei + eins länder begleitet hat. 

    wir lassen uns ins zentrum von WDH fahren, um am Nachmittag noch ein klein wenig von der stadt mitzubekommen. 

    ein grossteil des zentrums der stadt ist für fahrzeuge gesperrt, ein einziger grosser einkaufstempel .... 

    IMG_1221

    und hochhäuser allenthalben ... 

    IMG_1222

    für die verkäufer von schnitzereien und anderen reiseandenken wie t-shirts sind wir beiden heute ein echter glücksfall. 

    schwer mit holz bepackt laufen wir den berg
     
    bergauf

    in richtung christuskirche

    christuskirche

    und reiterdenkmal

    reiterdenkmal

    hoch und machen kurzen halt an der ecke lüderitz und castro str ... 

    lüderitz&castro

    hinter dem reiterdenkmal, das den toten der suedwesterzeit gewidmet ist und ganz lustige reptilien

    reptilien

    beherrbergt, das alte deutsche fort, heute nationalmuseum 

    nach cafebesuch und den letzten einkäufen soll es mit dem taxi wieder nach academica ins B&B gehen ...

    wir haben wohl am ausgang der mall riesige buchstaben auf der stirn: suchen taxi ... 

    ein junger schwarzer kommt auf uns zu gelaufen und bietet genau die dienstleistung, die wir suchen.
     sein fahrzeug, ein neuer golf I, ist bereits mit zwei jungen damen besetzt, also zu fünft. 

    erst wird die eine abgesetzt, dann lotsen wir unseren fahrer zur unterkunft. so erhalten wir auch noch eine fast kostenlose stadtrundfahrt im feierabendverkehr.
     

    der abend hält noch eine ganze menge bereit ...
     

    sachen packen
    essen
    philosophieren
    revue passieren lassentrinken ...

    schlafen
     

    die letzte nacht in namibia

  • 06/05/17 namibia ...

    in die wüste ... >>>

    nach dem aufbruch aus dem fahren wir nochmal zum schloss, um es in der morgensonne zu sehen ...

    und fragen beim deutschen farmer, der direkt neben dem schloss die gästefarm betreibt, nach frühstück ..., was uns vom chef persönlich auch bereitet wird ..., es duftet nach frischem kuchen

    wir schwätze weit über ne stunde mit ihm, aufs höchste interessant ist die sicht der weissen ureinwohner auf die geschichte und gegenwart ...

    leider haben wir heut noch ein straffes programm, wir könnten herrn schultz noch stunden zuhören ...

    wir kaufen hier die bisher nicht erworbenen geschenke für die daheimgebliebenen lieben und fahren weiter am rand der namib in richtung sesriem ...

    aufbruch ...

    die landschaft hat einen ganz eigenen kontrast ...

    kontraste

    einerseits grosse landschaften, die eintönig erscheinen, zum anderen sieht es trotz dieser eintönigkeit immer wieder anders aus ... 

    ferne berge ...

    diesen grossen adler haben wir leider nur noch beim abflug erwischt, lange hatte in pose gesessen ...

    abgeflogen

    und weiter im gewirr der kleinen wege, wir haben mühe, den rechten weg nicht zu verlassen ...

    auf die teure afrika-strassenkarte können wir eigentlich verzichten ..., die karte von der autovermietung ist auch nicht besser ...

    zum beispiel war die kleine, weisse wolke auch nicht eingezeichnet ...

    weisse wolke

    und immer wieder strecken bis zum horizont,

    bis zum horizont ...

    die von riesigen zebraherden gequert werden ...

    zebra crossing

    brauchen wir wir noch grillfleisch für den abend?? aber nur handgefangen ...

    escape

    weiter in richtung norden, am rande der namib entlang ...

    am rand der wüste

    und immer wieder abzweigungen zu gästefarmen, auch grosse hotels an der strecke

    in sesriem, in meiner erinnerung fast nur aus tourismusbetrieb bestehend, müssen wir das permit für den nationalpark bezahlen und fahren sogleich ein ... kurz vor dem high noon ...

    die strasse ins sossusvlei wird gerade mit ner neuen asphaltdecke überzogen ... eine firma aus südafrika ist mit schwerem gerät angerückt ... und wir bekommen auf der frischen schwarzdecke in der  mittagssonne fast nen teerschlag, wie die strassen ausdünstet ...

    65km gehts von sesriem in richtung westen immer am tsauchab lang ... und links und rechts diese ausblicke ...

    dünenkamm

    wie hoch diese dünen sind, wird an den bäumen am fuss der düne deutlich, die so um die drei/vier meter hoch sind ...

    130m

    dann auf halber strecke zum sossusvlei halten wir an einer gut besuchten baumgruppe am fuss einer mächtigen düne ...

    IMG_0993

    gut besucht heißt ... grosse rabenvögel haben sich auf und rund um den baum nieder gelassen ...

    schildraben sinds ....

    artisten

    die sich hier die zeit vertreiben und den touris ihre artistischen einlagen zeigen ...

    die lustigen geräusche, die die putzigen gesellen von sich geben, können wir des starken windes wegen leider nicht richtig aufnehmen ...

    dafür aber ganz aus der nähe sehen ...

    schildrabe

    wir fahren weiter und haben den dritten gang noch nicht richtig drin, da entdecken wir das namibia-klischee schlechthin ...

    oryx vor dünen ...

    oryx mit düne

    da das aussteigen hier, im gegensatz zum etoshapark, erlaubt ist, bekommen wir den oryx gut vor die kamera ...

    wie auch die seitenwinder-schlangen, die sich in den dünen herumtreiben ...

    sidewinder

    weiter zum sossusvlei, wo es ab dem parkplatz die letzten 5km nur noch mit allrad durch den tiefsand geht ...

    ab hier nur 4x4

    wir parken den wagen unter nem baum im schatten und trauen unseren augen nicht ...

    wasser in der wüste

    die piloten in outjo hatten uns schon vom einmaligen schauspiel berichtet, es nun aber selbst zu sehen, ist wirklich unbeschreiblich

    dünenaufstieg

    die dünenbesteigung ist wesentlich anstrengender, als ich dachte ... zwei schritte nach oben, einer nach unten ...

    aufstieg

    oben angekommen sind wir mächtig im eimer und sparen uns einen weiteren aufstig auf die nächste düne, den wir schon grosspurig geplant hatten

    im eimer

    wir laben uns am mitgebrachten bier und geniessen den rundumblick in deadvlei

    deadvlei

    und einen anderen grossen see in dieser gegend ..

    grün

    nach der anstrengung des aufstieges und dem gipfelbier machen wir uns wieder auf den weg zum auto, um die lehmbodensenke weiter zu erkunden und vor allem deadvlei aus der nähe zu sehen ...

    nach unten

    lange schatten am abhang,

    lange schatten

    auf dem weg nach unten ...

    dünenkamm abwärts

    wo wir am fuss der düne pilze finden ...

    sandpilze

    voll schräg, dieser anblick ...

    wir setzen den wagen um und folgen unserer orientierung zwischen den riesigen sandwellen, wieder ein absatz, hinter dem nicht das erwartete vlei liegt ...

    eigentlich wollten wir schon umkehren, aber eine sandwelle erklimmen wir noch und dann ...

    liegt es vor uns ...

    deadvlei all

    wir erkunden die kameldorn-bäume, die seit über 500 jahren tot sind, weil einst die dünen über sie hinweg wanderten ...

    deadvlei shadow

    und können uns nicht satt sehen ...

    deadvlei trees

    an dieser bizarren landschaft ...

    deadvlei sun

    die sandwellen liegen in der nachmittagssonne und strahlen in herrlichem orange ...

    und wir müssen noch ne düne erklimmen, um den zweiten see zu sehen ...

    2nd lake

    beim zweiten see das zweite bier, nach dem langen marsch im tiefsand mehr als verdient ...

    sandwellen

    haben wir am seeufer einen frechen zaungast ...

    zaungast

    die sonne fällt gegen fünf sehr schnell und fast senkrecht hinter den horizont und wir beeilen uns, noch im hellen auf den befestigten weg zurück zu kommen, um in ruhe die untergehende sonne beobachten und sossusvlei in orange leuchten zu sehen.

    sunset sossusvlei

    mit uns kämpft sich ein älteres, deutsches ehepaar auch aus dem sand, aber unsere wüstenerfahrungen sind besser und wir können sie abhängen.

    die beiden hatten glück ... als wir nach sunset in den wagen steigen, um zum camp zu gelangen, werden sie mit fremder hilfe aus dem sand gezogen ...

    gut dass die gegend am abend von vielen fotografen besucht wird, die auf der jagd nach DEM foto sind. sonst hätten sie wohl dort übernachten müssen.
    wir bekommen aus der unterhaltung der beiden mit ihrem retter mit, dass sie den wagen fest gefahren hatten und angeblich der motor nicht genügend kraft hatte, die wagen frei zu wühlen ...

    die 65km zurück im dunkeln sind nochmal abenteuer ...

    die kunststoff scheiben vor den scheinwerfern schützen diese zwar vor steinschlägen, schlucken aber auch 80% des lichtes ...

    wir fahren wie im tiefflug und sind froh, dass wir diese erfahrung nicht im chobe machen mussten ...

    wir kommem spät im camp an, bekommen zwar noch noch nen platz, aber dass warme wasser ist das erste mal nicht verfügbar ...

    also kalte dusche und dann wieder schnell ans feuer ...

    brennender sand

    die in mariental gekauften hähnchenschenkel würden uns auch heute noch gut schmecken ...

    wenn der rost nicht so tief über der glut hängen würde, so dass diese außen schwarz und innen noch roh sind.

    und heute nacht wirds wieder richtig kalt ...

    die letzte nacht im camper ...

  • 06/05/16 durch zentral.namibia ...

    wiedereinmal ne lange strecke ... >>>

    liegt vor uns, deshalb starten wir mit gerichtetem und aufpoliertem wagen sehr früh ...

    auf dem weg nach windhoek erregt ein hinweis an der strasse unsere aufmerksamkeit ...

    back2german

    ganz klar, hier können wir zeugen der guten, alten zeit werden ...

    passend hierzu auch der andere hinweis zur farm erdwolf ...

    erdwolf

    zwei km, von der strasse entfernt haben schutztruppler ihre letzte ruhe gefunden ...

    letze ruhe

    vor einhundert jahren ...

    1904

    der farmerverein hatte die patenschaft um das koloniale erbe übernommen, sich auch in memorium an die vergangene zeit ...

    fürsorge

    hier liegen sie nun ... unter namibischer sonne ...

    fremde heimat

    andre weiss nun endlich, wo das gespendete geld verwendet wird ...

    denn der volksbund hat hier auch die verantwortung für die gefallenen ...

    otto kahlert aus oelsnitz ...

    reiter otto

    und reiter albert kiewel ...

    reitergrab

    ruhen hier ... neben den vielen anderen.

    auf dem weiteren weg in richtung windhoek werden wir wieder vor wilden tieren gewarnt ...

    wilde tiere

    aber ausser warzenschweinen können wir hier nichts entdecken ...

    am ersten tag war uns vom hotelzimmer in den bergen südlich von wdh ein grosses denkmal aufgefallen, weithin sichtbar ...

    liegt heros acre in den hügeln über der stadt ...

    heros acre all

    und der olle sam hat sich hier, wie in ganz namibia mit strassennamen ... unververgesslich gemacht ...

    heros acre

    das grosse bronzerelief beschreibt die geschichte in den schönsten farben ... und durch die rosarote brille ...

    auch nationalheld und "banknoten"-kopf hendrik witbooi und herero-häuptlich samuel maherero liegen hier ...

    hendrik

    wir sind in afrika, machen wir eine zeitreise und wachen gleich in der ddr oder in moskau oder stalingrad auf ??

    nur musste man in der ddr für derlei mummenschanz kein geld bezahlen, wenn man es sich aus der nähe ansehen wollte ...

    aber afrika ist anders und kostet an fast jeder gelegenheit richtig geld ...

    wir werden aber mit nem schönen in richtung wdh belohnt ...

    from heros acre

    da liegt sie vor uns, die hauptstadt der namibier ... eingebettet zwischen hohen bergen ..., was es notwendig macht, den internationalen flughafen für die großen flieger fast 50km vor die stadt zu bauen ...

    windhoek

    wir haben noch ne gewaltige strecke vor uns und lassen unseren wagen fliegen, die strassen richtung süden sind gut ...

    in mariental, wir kennen die geschichten aus der az, ist vor einigen wochen eine gewaltige flut durch die stadt gezogen ..., so dass wir nicht, wie sonst üblich, beim guten nachbar spar einkaufen können.

    denn auch wochen danach ist der spar geschlossen ...

    spar mariental

    unsere vorstellung von mariental war eine andere als die, die wir sahen ...
    selten wollten schneller aus einer stadt wieder weg, als von hier ...

    schwarze trunkenbolde allenthalben, die uns anschnorren ...

    voigtsgrund

    kurz vor maltahöhe auf der linken seite ... die farm voigtsgrund ...

    nach maltahöhe

    und endlose weite strecken, die noch vor uns liegen ...

    into the sun

    wir entscheiden während der fahrt, dass unser heutiges ziel duwisib castle sein soll ...

    von einem deutschen hauptmann der schutztruppe erbaut ...

    duwisib castle

    der einfache campingplatz ..., wir schaffen es gerade noch, im hellen den camper und das feuer klar zu machen ...

    duwisib campsite

    da erscheint am himmel ein spektakuläres schauspiel der farben über dem rand der namib ...

    yellow

    und aus gelb wird rot ...

    IMG_0904

    hier der sundowner in serien.bildern ... >>>

    wir grillen heute mal, unter freiem himmel und die stirnlampe ist auch mal wieder der beste helfer ...

    wir sind mit nem südafrikanischem ehepaar die einzigen gäste auf dem platz, die beiden weihen uns in die namibische kochkunst ein ...

    im übrigen die ersten weissen afrikaner, die sich positiv über das ende der rassentrennung äußern ...

    der kleine kollege hat sich in der nähe der feuerstelle aufgehalten, weil er auch wusste, wie kalt die nächte in der wüste werden können ...

    IMG_0936

    und diese war besonders kalt ...

  • 06/05/15 gobabis street life ...

    das frühstück ist im guest house nach vielen tagen im busch eine kleine sensation, wenn auch wieder mit fettem schinkenspeck und eiern .... 

    da knallen die cholesterinwerte an die decke ... 

    unser wirt bringt uns zur werkstatt seines vertrauens ... 

    suidwes garage rudolf derks ... 

    suidwes garage

    wir stellen ihm den wagen vor und er will ihn sich ansehen ...

    gut das wir unseren wirt dabeihaben, er springt bei verständigungsschwierigkeiten hilfreich ein ... 

    bei rudolf seinem kleingewerbe, im übrigen direkt neben den kühn herstellwerken
     
    kühn herstellwerke

    gelegen, handelt es sich im eine, in deutschland würde man sagen, freie werkstatt, bei der hinter großen schaufensterscheiben die gebrauchten wagen feil geboten werden ...

    und ohne trennwand dieser in die werkstatt übergeht ... 

    in der werkstatt werden vom lkw bis zum kleinwagen alle fahrzeuge wieder für die namibischen strassen fit gemacht werden. 
    der grosszügig angelegte hinterhof wird zum auto aufbereiten genutzt und dient als lager für ersatzteile ... 

    rudolf schaut sich den wagen an und will sich mit der autovermietung kurz schliessen. 
    wir setzen uns vor den schaufenstern auf die strasse und schlagen ungefähr ne stunde tot ... 

    als wir wieder herein gehen, ist der torsion bar schon ausgebaut und liegt zweiteilig auf dem boden ... 

    broken wings

    rudolf hat das passende teil natürlich nicht da ..., ob es in windhoek bei megamotors pupkewitz vorrätig konnte noch nicht geklärt werden. 

    bisher hatten nur asco mit mmp telefoniert, wo es wohl um das richtige ersatzteil verständigungsschwierigkeiten gab. 

    nun nimmt rudolf das selbst in die hand. auch ist noch nicht raus, wie der 24h-service von asco aussehen wird ... gibt es ein ersatzteil oder einen ersatzwagen ... oder wird es aus südafrika eingeflogen, was aber fünf tage dauern wird ...

    may be ... sagt rudolf … und sollen doch ne stunde in die stadt gehen … wo wir auch endlich mal die berühmten herero-frauen sehen ...

    herero frau

    es ist so gegen halb zehn ...

    wir erkunden in der zeit die umgebung ... 

    und gehen ins rathaus, nur eine strasse weiter ... 

    viel gibt es nicht zu sehen und ohne auto ist gleich ganz schlecht ... 

    man kann uns mehr oder weniger nur die einkaufsstrasse und das san-kultur-zentrum empfehlen ... 
    im san-kultur-zentrum ist erst mal alles wie ausgestorben ... und mit starken ketten gesichert.

    wir finden aber doch den verantwortlich und er schliesst die pforten auf ...
    ein strohgedeckter, runder raum mit volkstümlichen andenken der san.
     
    wir können in diesem non-profit laden die bisher noch nicht gekauften andenken erwerben .... und das zum kleinen preis. 

    armbänder, köcher mit pfeil und bogen, armbänder, warzenschweinzähne ... was das weisse herz begehrt. in den nebenstrassen schlagen wir noch weiter zeit tot und setzen uns noch ne halbe stunde vor die garage. dann rein zum rudolf ... 

    es gibt noch immer nichts neues ... wir hören wieder oft die zwei worte : may be ... 

    wir lungern in der werkstatt

    suidwes

    herum, schwäzen mit rudolf über werkstätten in afrika und germany ... rufen selbst noch mal bei asco an und machen druck ... halten rudolf weiter von der arbeit ab ... rufen an ... warten auf rückruf ... rudolf ruft an ... wartet auf rückruf ... may be ... rufen an ... sitzen im hof ... warten auf rückruf ... um zu erfahren, dass man sich bei asco entschieden hat, den stabi aus nem anderen wagen auszubauen und nach gobabis zu bringen ... wir wollen, weil es gegen mittag ist, noch mal in die stadt um irgendwas zu essen zu holen ...  alle sachen bei uns geht’s als so ziemlich einzige weissbrote durch die main street, überall geschäftiges treiben, wir sind wirklich weit und breit die einzigen weissen ...

    und sehen viele imbissbuden, gut besucht, tankstellen, agrarhändler, autowerkstätten, baumärkte, supermärkte , viele friseure und kleine klamottenläden....

    eben alles, was man so braucht. in letzterem decken wir uns mit allem ein, was wir am nachmittag und abend brauchen ... bier und gin und tonic und hühnchenschschlik und ... waren wohl auch dabei. 

    schwer bepackt geht’s die zwei kilometer zur werkstatt zurück ... auf das essen in der stadt verzichten wir, alles zu schwarz und viel zu viele menschen. zurück zum rudolf, der uns berichten kann, dass das ersatzteil auf dem weg ist ... 

    wir sind erleichtert, rudolf sagt uns aber auch, dass er wohl mit einbau nicht vor drei fertig ist ...

    also gut, müssen wir noch ne nacht bleiben, weil sie im süden afrikas auch schon um sechse die sonne komplett abstellen. 
    in der werkstadt mit dem hinterhofwaschplatz nutzen wir dies gleich, um zu fragen, ob eine autowäsche mit gemacht werden kann. rudolf sagt uns, dass es sowieso zu seinem service gehört ...

    machen uns auf den weg zu unserer gastfamilie, die sich freut, dass wir nochmal kommen.

    die von uns vergessenen sachen nehmen wir auch in empfang, nur das essen aus dem kühlschrank ist übern jordan. wir geniessen die sonne und ruhe dieses gutbürgerlichen gästehauses, es wurde wohl auch das eine oder andere bier getrunken und wieder rausgeschlafen. 

    das uns rudolf das auto fertig in den garten gestellt hat, haben wir gar nicht mitbekommen ... 

    wir lassen es ruhig angehen, was essen und duschen und ruhen ... am späten nachmittag geht’s noch mal in die stadt, um uns für die schnelle hilfe zu bedanken. wir holen im bottle store ein sixpack ... zum dank für rudolf ...

    der aber nicht da ist ... und sein partner nimmts entgegen.

    main street 

    dann fahren mit dem frisch gewaschenen wagen noch mal richtung sunset, weil der hier so ein schönes licht macht. weil wir selber kaum auf bildern zu sehen sind, wollen wir das bei diesem licht ...

    av

    ... nachholen ...

    tk

    uns der wagen glänzt
     
    wie neu

    vom seiner besten seite in der untergehendne sonne ....

    sun sets

    können wir uns aus der ferne ein bild

    schöner wohnen
     
    über stadt machen.

    gobabis

    die kirchen

    church

    ragen heraus 

    second church

    am abend gab es mal wieder was anderes, hühnchenspieß ..., bier und gin. 

    sky light

    gute nacht namibia ...

  • 06/05/14 trans kalahari ...

    richtung namibia ... >>> 

    die zeit in botswana geht leider schon zu ende ...
     

    wir packen unsere sachen und machen den wagen abfahrtbereit ...., noch schnell die rechnung bezahlen und es kann los gehen ...
     

    der weg bis zur strasse ist uns bekannt, ne ziemlich unruhige strecke, zwei kilometer durch den wald ...

    die letzten fünf meter bis zur strasse, noch ein kleiner absatz, vielleicht zehn zentimeter hoch ...

    es knallt ziemlich laut und wir hören im ausrollen ein metallisch, kratzendes geräusch ... 
    als wir den unterboden in augenschein nehmen, sehen wir das unglück ...
    ein stabilisator/torsion bar ist an der aufhängung gebrochen und liegt am gebrochenen ende entgegen der fahrtrichtung auf dem asphalt ...
     
    dank karroserie- und fahrtzeugbaumeister mit eigener werkstatt an bord wird uns schnell klar, das wir so nicht weiter kommen. 

    fürs erste aber nur, schließlich kommen normale autos auch ohne dies bauteil zurecht ...
    ich lasse mich aufklären, dass wir den torsion bar eigentlich nur im harten geländeeinsatz brauchen.
     

    nach kurzer ratlosigkeit ... 
    ... binden wir das abgebrochene ende mit nem seil nach oben und fahren in das zentrum von maun ... 

    es ist sonntag in afrika ... 

    alle autohäuser und werkstätten, die wir anfahren haben geschlossen ..., da kommt uns ein lumpu mit abschleppwagen entgegen ... 

    er ist trotz sonntag bereit, uns zu helfen, also folgen wir ihm ... 

    unser wagen fährt sich normal, nur bei scharfen kurven verwindet es sich in sich ... 

    in seiner werkstatt

    werkstatt

    sind sofort aus einem lumpu fünfzehn geworden, wir grüßen mit unheimlich viel schnickserei mit allen ab und verteilen zigaretten ... 

    die preisverhandlungen gestalten sich schwierig, er will von seinem sonntagsangebot von 125 US$ einfach nicht weichen ...

    eine notversorgung des wagens, die, wäre sie in deutschland zulässig, vielleicht 20€ kosten würde. 

    nach kurzer rücksprache mit asco können wir die 600km bis namibia fahren, auf tared rod kein problem ... 

    richtung toteng, wo wir auf grund schlechter karten und ausschilderung die orientierung verlieren ... 

    die sonne brennt und die strasse wird zum spiegel ...

    IMG_0835

    irgendwo hinter toteng mal wieder ein checkpoint, mitten in der kalahari ... 
    weiter auf eintöniger strecke durch die wüste, die strecke ist nicht wirklich aufregend ...  

    hinter ghanzi und vor der grenze zu namibia sehen wir in der ferne dunkle wolken

    dark sky

    und zeitweise fallen auch tropfen auf unseren wagen, was dem aber gut tut .... 

    IMG_0834

    an der grenze wieder unendliche listen und zettel ...

    und weiter auf dem trans-kalahari-highway richtung gobabis ... 

    IMG_0836

    in namibia begrüßt uns auf den ersten kilometern unser deutsches radio mit der neunten von ludwig van .... 

    in gobabis suchen wir eine nissan-werkstatt und eine unterkunft für die nacht, die wir im gobabis guest house finden ...
     

    das guesthouse ist in ner feinen siedlung, alles efh, unser gastgeber hat hinten noch angebaut und vermietet auf grund der besonderen situation entschließen wir uns für eine feste unterkunft, wir können nach so vielen tagen im zelt mal wieder sachen ordnen und in betten schlafen ... 

    unsere gastgeber sind freundlich und hilfsbereit, wollen sich am nächsten tag mit um die reparatur kümmern ... 

    die trübe stimmung am morgen ist hier, wieder back in the civilisation, schon wieder verflogen,

    IMG_0838

    wir können den wagen, geschützt von elektrozäunen in augenschein nehmen. 

    IMG_0840

    die großen käfer, die uns an den ersten tagen schon begleitet hatten, sind auch wieder da ...

    IMG_0841

    der grillplatz am pool ist schnell auf temperatur gebracht und wir machen am am abend mal was anderes, grillen und bier trinken ...

    IMG_0842

    und die sonne abstürzen sehen

  • 06/05/13 maun und moremi ...

    im okavangodelta ... >>> 

    wir stehen kurz nach halb sieben auf, noch eine stunde, dann geht’s los ...
     

    sind noch nicht richtig die hühnerleiter herunter, da kommt joe schon aufgeregt an und fragt, ob wir die uhr nicht kennen ... 

    wenn man schon schlau über die verschiedenen zeitzonen afrikas daher redet, muss man auch seine uhren entsprechend stellen ...

    wir hatten vergessen, die uhr entsprechend botswana-zeit zu stellen ... 

    also fertig machen im eiltempo ...

    überhaupt nichts für mich ... 

    komplett verschlafen wanken wir zum treffpunkt an der rezeption, wo wir von einem komplett vermummten schwarzen ...

    genau so begrüßt worden ...  

    kenny

    mit uns will ein älteres, australisches ehepaar mit auf den ausflug, wir erklären und bedauern uns zuspätkommen und es kann losgehen ... 

    ins größte binnendelta der welt ... wo der okavango in dersavanne versickert ...

    wir fahren über ne stunde im offenen safariwagen in richtung einschiffung ...

    trotz der morgensonne wissen wir jetzt, warum kenny so angezogen ist ...

    eine üble kälte ...
     
    an der einbaum-anlegestelle angekommen haben wir keinen fahrtwind mehr, langsam wird es warm und wir steigen in die einbäume, in denen lediglich ne lage stroh uns vor nassen hosen durch wasser im einbaum trennt ...

    moremi wasser

    joe hatte uns schon vorgewarnt, zur zeit ist im moremi nicht viel zu sehen, wenige tiere ... 

    und unsere perspektive sieht eine stunde zur insel und eine stunde zurück so aus ... 

    wir machen kurze pause und unsere bootsleute zeigen uns eine kleine herde zebras, eines am ende ist verwundet und humpelt ...

    zebras

    es werden an diesem tag die einzigen grossen tiere bleiben ... 

    auf der insel

    angelegt

    angekommen machen wir mit einem der führer noch eine kleine wanderung,

    australier

    auf der er uns die eine oder andere pflanzenart zeigt und beschreibt ... 

    island

    wenn wir ihn richtig verstanden haben, ist dies ne palme ...

    palme

    mit früchten für elefanten dran ...

    mit früchten

    auch ganz eigenartige fruchtkompositionen finden wir hier, könnten drübe berichten, wenn unser englisch besser wäre ...

    anderer art

    was für die australier nicht so problematisch ist ...

    rückweg

    nach der wanderung ist lunchtime im busch,
     
    lunchtime

    die beiden australier, die auch mit im camp schlafen, sind zu besuch bei ihrer tochter, die nach südafrika geheiratet hat und mit mann und zwei kleinen kindern neben uns auf dem platz stehen ... 

    nach dem essen auf der insel geht’s auch schon mit dem einbaum wieder zurück durchs grün ...

    unterwegs treffen wir abenteuer-touris,

    moremi touristen

    die einige nächte auf der insel zubringen möchten ... 

    unterwegs durch dickicht über wasser nur ein paar seerosen und libellen,

    blüten

    die sich ins wasser stürzen ..., ansonsten nur das leise plätschern des wassers

    moremi wasserpflanzen

    am rumpf und ich schlafe ein ... 

    wasser

    bis zum abholen durch kenny haben wir noch etwas zeit und können die wasserspringenden libellen

    turmspringer

    was sie gerade nicht macht ...

    aus der nähe aufnehmen ... 

    dragonfly

    kenny hat inzwischen die kaputze geöffnet und es geht wieder eine stunde im offenen wagen an termitenhügeln

    termitenhügel

    zurück zum camp ... 

    camp maun

    gegen zwei sind wir wieder am auto ... 

    den nachmittag verbringen wir mit müssiggang, digitalisieren die blüten ...

    colors

    die neben uns auf dem platz wachsen und schreiben nochmals karten ... 

    auf dem ganzen platz sind plötzlich meerkatzen, die frech auf unser essen sehen ... und es wohl auch ins fadenkreuz nehmen ...
     

    meerkatzen

    wir sind aber besser und können uns und das essen verteidigen ...
     

    am abend gibt’s ne neue sicherheitsmannschaft ...

    wir erfahren, dass der sicherheits-lumpu der gestrigen nach strafversetzt wurde, weil er die ganze nacht bei uns am feuer saß und mit getrunken hat ... 

    diese nacht ist’s aber dasselbe ...

    weil’s kalt ist, nachts in afrika ...

  • 06/05/12 chobe, zweiter teil ...

    kartenleser ... >>> 

    die nacht ist um ...

    und wir werden von glanzstaren

    glanzstar

    und meinen kumpels

    mein kumpel

    beim frühstück beobachtet ...

    und können einen gelbschnabeltokko

    gelbschnabeltokko

    und eine rotschnabeltokko ablichten ... 

    rotschnabeltokko

    meine kumpels sind auch wieder da, versuchen frech, was von essen abzustauben ...
     
    frecher kumpel

    obwohl löwen und elefanten zum frühstück spektakulärer gewesen wären. 

    jedenfalls haben die größen tiere in der nacht akustische anwesenheit gezeigt ...
     

    im tiefsand weiter richtung maun ...
     

    viele kilometer durch tiefen sand, leider nur gelegentlich wild ... 

    die langgezogenen sandwellen ist weder schnell noch langsam beizukommen, das auto schaukelt sich immer übel auf ...

    beim versuch, die wellen mit hoher geschwindigkeit zu nehmen, schlagen wir mit den köpfen am wagendach an ... 

    also doch wieder langsam, schließlich kann auch wieder jeden moment ein übellauniger elefant auf der piste stehen.  

    wir haben den kompass aktiviert, um wenigstens die grobe richtung zu haben ... 

    durch die savanne und tiefen sand und landschaften die "depression" heißen ... 

    wege ... im chobe

    bis zum gate ...
     
    mababe gate

    wo wir bemerken, dass unser auto tropft 

    der erste gedanke, die benzinleitung hat irgendwo beim durchschlagen einen abbekommen oder tank ... 

    beides unangenehm mitten afrika ...
     
    doch es war nur der nicht richtig zugedrehte verschluss des wassereinfüllstutzens, die piste liess des tankes inhalt den gepäckraum unter wasser setzen ... 
     

    weiter durch ein waldgebiet, deren grobe richtung durch eine schneise im wald verfolgen können.
     
    grobe richtung

    die strecke geht aber durch riesige wasserlöcher von der dreifachen größe unseres wagens. 
    und so müssen wir durch den wald umfahren, die äste von bäumen scratchen auf dem lack eine schöne melodei ...

    und aus der umfahrung des wasserloches wird eine umfahrung der umfahrung der umfahrung.

    umfahrung der umfahrung der umfahrung
     
    wir machen halt in einem dorf am rande des nationalpark und sind sofort von menschen „umzingelt“, fragen nach dem weg und geben candy und rauchwaren aus ...

    auch die staatgewalt steht neugierig in der traube und man weißt uns den rechten weg nach maun. 
    nach diesem dorf kommt uns ein weisser dachcamper-pickup entgegen, fragen auch die beiden nach dem weg und bedauern sie, welche strecke vor ihnen liegt ...

    später fragen wir uns, ob es den beiden nicht genauso ging ...  

    auf den 200km im chobe np verdiente ich mir mit recht den namen ... 

    th. kleinschmidt ... 

    welch ein glücksgefühl, solch eine strecke

    better way

    und wir könne wieder frei fahren ...

    high speed

    was wir auch nutzen ... um mal wieder ein paar kilometer zu machen ...

    ... durch botswana

    nach den vergangenen tiefsandbuschlandstrecken, die wege werden besser und kurz nach dem letzten checkpoint ist auch wieder tared road ... 

    für viele pulas (vier euro für 10kg) kaufen wir an drei hütten am wegesrand noch das gute holz für brai, schweres dunkel-rot-braunes holz mit einzigartigem aroma beim verbrennen, können sogar noch auf zweifünfzig runterhandeln ... 

    in maun lockt uns gleich am ortseingang ein großes schild : island safari lodge ..., nichts wie hin ...

    wir müssen einige zeit warten, bis joe, der chef vons janse, zeit für uns hat ... 

    dann lieber noch mal nach kurzer campbesichtigung in die stadt maun, getränke und wtb sowie einen halben tank benzin besorgen.  

    als wir zurück sind empfängt uns master joe schon und wir können für 90euro pro nase einen einbaumausflug ins moremi-gebiet buchen. 

    halb acht an der rezeption ... 

    joe wusste gar nicht, das namibia eine stunde zeitunterschied zu botswana hat, können aber mit wissen prahlen. 

    also botswana zeit ... 

    bis morgen .... 

    das camp liegt gut gesichert am wasser ...

    island safari lodge

    überall warnhinweise wegen diebstahl aus dem wagen. 

    wir lassen uns unser feierabendbier schmecken ...

    island campsite

  • 06/05/11 mit viel glück keine löwen sehen ...

    durch botswana ... >>> 

    morgens klettern wir unsere hühnerleiter nach unten und werden schon vom platz-warzenschwein in empfang genommen ...
     

    guten morgen ...

    ein putziger geselle, der sich sicher über die reste vom grillgelage der letzten nacht gefreut hätte ...

    haben sie gut geschlafen?

    die hat ihm aber wohl der sicherheits-lumpu weggegessen, der im übrigen auch fast unsere gesamten holzvorräte aufgefeuert hat ...

    nicht so schlimm, das holz macht sich im koffer eh nicht besonders gut, weil komplett ameisenverseucht ... 

    nach dem frühstück sammeln wir erst mal alle papiere ein, die wir im auto nach dem besuch der vicfalls zum trocknen ausgebreitet hatten .... 
    im übrigen sind auch die flugscheine wieder aufgetaucht, die gestern abend schon kurz auf der verlustliste standen und wir schon nach den kopien gesucht hatten ... was war noch ...??? 

    in kasane fassen wir noch lebensmittel, anti-mücken-gin, 200 US$ am atm und, trotz kleiner meinungsverschiedenheiten, auch noch benzin für unseren durstigen kameraden ... 

    bis maun sinds so 300km, auf unseren karten als gelbe strasse dargestellt ...
     
    erfahrungsgemäß nicht die schlechteste strecke ... 
    mit wildwechsel ...

    hornrabe ...

    wieder zurück bis kurz vor die namibische grenze und dann links in richtung maun ...

    soweit kommen wir jedoch erst mal nicht, am nationalparkposten müssen wir wiedereinmal listen ausfüllen ... 

    und dann herrscht verwirrung ...
    es geistert schon wieder das geldgespenst durch die unterhaltung mit dem ranger ... und wir werden schon langsam sauer, dass wir an jeder strassenkreuzung geld bezahlen sollen ...

    erst kühler kopf und besonnenheit lassen die situation nicht eskalieren und wir verstehen, das uns der ranger nur darauf hingewiesen hat, dass wir am chobe np gate oder in savute, unserem heutigen ziel, unseren obulus entrichten müssen. 

    also links, richtung maun ...
     

    die strasse ist zwar ne reifentöterstrecke, immer am chobe river entlang, aber noch für ca. 20km gut befahrbar

    adler

    wir folgen weiter den schildern ...

    und plötzlich sieht die strecke so aus ... 

    piste

    die ersten 10km gemischte gefühle ... dort vorn wird es bestimmt wieder besser, kann ja nicht ewig so gehen ....
     
    kehren wir um, sind wir richtig ..??
     
    boxenstopp .... 
    wir entschließen uns, weiter zu fahren ... 

    nach weiteren 10km auf dieser strecke eine gabelung ....

    maun links

    und wieder schriftzeichen, die uns den rechten weg weisen ...

    von unserem halt geht’s nur mit komplett gesperrten achsen aus dem tiefsand weiter ...

     diesen weg??

    30cm weicher sand in zwei spurrinnen, in einer schneise, die gerade zweifünfifzig breit ist ... 

    wir kommen mit nem zwanziger schnitt und allrad + viel gas gut voran, bis uns ein safarijeep mit touris entgegenkommt ...
     

    vollgas aus aus den tiefsandrinnen ins unterholz ... 

    wir fragen nach dem weg und werden weder bestätigt, deutsche sitzen auch im gegenverkehr ... auf unsere frage, ob dort hinten wieder zivilisation ist, bekommen wir zur antwort: „ ... neee, nuur noch wilde diehre ...“ 

    sachsen, hier mitten in botswana ...

    wir haben mühe, nicht in lautes gelächter auszubrechen ... weiter ... endlos im tiefsand zwischen den bäumen durch .... 

    ... das gate ... 

    ab hier werde die strecke besser, versichern uns die ranger ... es stimmt sogar, der sand ist hier nur noch 10cm tief und die schneise durch den busch vielleicht drei meter ...

    lost road ...

    keine zweihundert meter nach dem gate unsere erste begegnung mit den „wilden diehren“ ... 

    ein wirklich sehr großer elefant macht einen schritt aus den drei meter hohen büschen und steht mitten auf der piste

    ... vollbremsung ...

    vielleicht 10m vor ihm ... was’n nu ..., er hat uns im blick, macht die ohren breit und stellt den rüssel auf ...

    links und rechts buschwerk vor uns ein riesiger elefant ... 

    glücklicherweise trollt er sich nach kurzer angeberei aber und wir geben vollgas ...

    bis sich die strecke gabelt ... 

    ohne hinweisschild auf unseren zielort ... 

    beide strecken sehen ganz gut aus ..., wir also rechts, karten helfen schon lang nicht mehr, nur noch die sinne der jäger und sammler ... 

    wir fahren wieder ne halbe stunde, mittlerweile ists gegen drei am Nachmittag und wir fahren nur nach instinkt ... und gegen sechs wird das licht ausgeknipst ...

    vollbremsung ...

    wieder von rechts, diesmal ein kleiner elefant, der sich wohl vor uns genauso erschrocken hat, wie umgekehrt ... 

    trompetent und mit aufgestelltem rüssel verschwindet er links im unterholz, wir sehen auch zu, dass wir kräftig gas geben ...

    nicht dass noch die verärgerte mutter angerannt kommt ...

    selbstbeteiligung sind 2500 € ...

    nach weiteren 10km entschliessen wir uns, zum gate zurückzufahren ..., auf dem rückweg werden wir fast noch das opfer einer aufgeschreckten herde büffel und treffen nach kurzer zeit wieder ein safarifahrzeug ... 

    wollen auch nach savute, wir hinterher ....
    was nicht ganz einfach ist, der fahrer fliegt mit 60-80 durch den busch ...,
    hat aber das auge des rangers und lässt an den entscheidenten stellen anhalten ...
     

    seitenspiegelblicke

    wir waren also richtig, winkt uns vorbei und weißt den weg, nach 5km sind wir im camp angekommen ... 

    wieder mal ein staatsbetrieb ..., wir werden betont unfreundlich vom personal in empfang genommen und bezahlen viel geld für die wildnis ...
     

    das camp ist nicht vom park mit zäunen o.ä. abgesichert, wir sind mitten drin in afrika ...
     

    der zeltplatz ist ziemlich gut gefüllt ..., was wir in dieser wildnis nicht erwarten ... 

    und hat sanitäranlagen, die gesichert sind, wie ne festung ...

    rund ums klo- und duschhäuschen, mit warmen wasser, ein zwei meter dicker und drei meter hoher betonring und ne elefantensicher tür, welche mich auf grund der verursachten narbe ein leben lang begleiten wird ... 

    savute

    das feuer soll heute besonders gross ausfallen, leider ist im wagen keine axt, sonst wäre die sicher im walde ... 

    savute home

    .... im reiseführer steht geschrieben, das man sich vor im camp herumstreifenden, hunrigen löwen in acht nehmen soll ...
     

    im unterholz, um uns herum knackt und raschelt es, wir haben das auto im rücken und nen vollen mond über uns ... 

    nachts im chobe np

    ich trinke heute mal nicht so viel, einfach um nicht mitten in der nacht über die hühnerstiege mitten unter löwen zu stehen ..

     savute feuer

    chobe bei nacht ...

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