in die wüste ... >>>
nach dem aufbruch aus dem fahren wir nochmal zum schloss, um es in der morgensonne zu sehen ...
und fragen beim deutschen farmer, der direkt neben dem schloss die gästefarm betreibt, nach frühstück ..., was uns vom chef persönlich auch bereitet wird ..., es duftet nach frischem kuchen
wir schwätze weit über ne stunde mit ihm, aufs höchste interessant ist die sicht der weissen ureinwohner auf die geschichte und gegenwart ...
leider haben wir heut noch ein straffes programm, wir könnten herrn schultz noch stunden zuhören ...
wir kaufen hier die bisher nicht erworbenen geschenke für die daheimgebliebenen lieben und fahren weiter am rand der namib in richtung sesriem ...

die landschaft hat einen ganz eigenen kontrast ...

einerseits grosse landschaften, die eintönig erscheinen, zum anderen sieht es trotz dieser eintönigkeit immer wieder anders aus ...

diesen grossen adler haben wir leider nur noch beim abflug erwischt, lange hatte in pose gesessen ...

und weiter im gewirr der kleinen wege, wir haben mühe, den rechten weg nicht zu verlassen ...
auf die teure afrika-strassenkarte können wir eigentlich verzichten ..., die karte von der autovermietung ist auch nicht besser ...
zum beispiel war die kleine, weisse wolke auch nicht eingezeichnet ...

und immer wieder strecken bis zum horizont,

die von riesigen zebraherden gequert werden ...

brauchen wir wir noch grillfleisch für den abend?? aber nur handgefangen ...

weiter in richtung norden, am rande der namib entlang ...

und immer wieder abzweigungen zu gästefarmen, auch grosse hotels an der strecke
in sesriem, in meiner erinnerung fast nur aus tourismusbetrieb bestehend, müssen wir das permit für den nationalpark bezahlen und fahren sogleich ein ... kurz vor dem high noon ...
die strasse ins sossusvlei wird gerade mit ner neuen asphaltdecke überzogen ... eine firma aus südafrika ist mit schwerem gerät angerückt ... und wir bekommen auf der frischen schwarzdecke in der mittagssonne fast nen teerschlag, wie die strassen ausdünstet ...
65km gehts von sesriem in richtung westen immer am tsauchab lang ... und links und rechts diese ausblicke ...

wie hoch diese dünen sind, wird an den bäumen am fuss der düne deutlich, die so um die drei/vier meter hoch sind ...

dann auf halber strecke zum sossusvlei halten wir an einer gut besuchten baumgruppe am fuss einer mächtigen düne ...

gut besucht heißt ... grosse rabenvögel haben sich auf und rund um den baum nieder gelassen ...
schildraben sinds ....

die sich hier die zeit vertreiben und den touris ihre artistischen einlagen zeigen ...
die lustigen geräusche, die die putzigen gesellen von sich geben, können wir des starken windes wegen leider nicht richtig aufnehmen ...
dafür aber ganz aus der nähe sehen ...

wir fahren weiter und haben den dritten gang noch nicht richtig drin, da entdecken wir das namibia-klischee schlechthin ...
oryx vor dünen ...

da das aussteigen hier, im gegensatz zum etoshapark, erlaubt ist, bekommen wir den oryx gut vor die kamera ...
wie auch die seitenwinder-schlangen, die sich in den dünen herumtreiben ...

weiter zum sossusvlei, wo es ab dem parkplatz die letzten 5km nur noch mit allrad durch den tiefsand geht ...

wir parken den wagen unter nem baum im schatten und trauen unseren augen nicht ...

die piloten in outjo hatten uns schon vom einmaligen schauspiel berichtet, es nun aber selbst zu sehen, ist wirklich unbeschreiblich

die dünenbesteigung ist wesentlich anstrengender, als ich dachte ... zwei schritte nach oben, einer nach unten ...

oben angekommen sind wir mächtig im eimer und sparen uns einen weiteren aufstig auf die nächste düne, den wir schon grosspurig geplant hatten

wir laben uns am mitgebrachten bier und geniessen den rundumblick in deadvlei

und einen anderen grossen see in dieser gegend ..

nach der anstrengung des aufstieges und dem gipfelbier machen wir uns wieder auf den weg zum auto, um die lehmbodensenke weiter zu erkunden und vor allem deadvlei aus der nähe zu sehen ...

lange schatten am abhang,

auf dem weg nach unten ...

wo wir am fuss der düne pilze finden ...

voll schräg, dieser anblick ...
wir setzen den wagen um und folgen unserer orientierung zwischen den riesigen sandwellen, wieder ein absatz, hinter dem nicht das erwartete vlei liegt ...
eigentlich wollten wir schon umkehren, aber eine sandwelle erklimmen wir noch und dann ...
liegt es vor uns ...

wir erkunden die kameldorn-bäume, die seit über 500 jahren tot sind, weil einst die dünen über sie hinweg wanderten ...

und können uns nicht satt sehen ...

an dieser bizarren landschaft ...

die sandwellen liegen in der nachmittagssonne und strahlen in herrlichem orange ...
und wir müssen noch ne düne erklimmen, um den zweiten see zu sehen ...

beim zweiten see das zweite bier, nach dem langen marsch im tiefsand mehr als verdient ...

haben wir am seeufer einen frechen zaungast ...

die sonne fällt gegen fünf sehr schnell und fast senkrecht hinter den horizont und wir beeilen uns, noch im hellen auf den befestigten weg zurück zu kommen, um in ruhe die untergehende sonne beobachten und sossusvlei in orange leuchten zu sehen.

mit uns kämpft sich ein älteres, deutsches ehepaar auch aus dem sand, aber unsere wüstenerfahrungen sind besser und wir können sie abhängen.
die beiden hatten glück ... als wir nach sunset in den wagen steigen, um zum camp zu gelangen, werden sie mit fremder hilfe aus dem sand gezogen ...
gut dass die gegend am abend von vielen fotografen besucht wird, die auf der jagd nach DEM foto sind. sonst hätten sie wohl dort übernachten müssen.
wir bekommen aus der unterhaltung der beiden mit ihrem retter mit, dass sie den wagen fest gefahren hatten und angeblich der motor nicht genügend kraft hatte, die wagen frei zu wühlen ...
die 65km zurück im dunkeln sind nochmal abenteuer ...
die kunststoff scheiben vor den scheinwerfern schützen diese zwar vor steinschlägen, schlucken aber auch 80% des lichtes ...
wir fahren wie im tiefflug und sind froh, dass wir diese erfahrung nicht im chobe machen mussten ...
wir kommem spät im camp an, bekommen zwar noch noch nen platz, aber dass warme wasser ist das erste mal nicht verfügbar ...
also kalte dusche und dann wieder schnell ans feuer ...

die in mariental gekauften hähnchenschenkel würden uns auch heute noch gut schmecken ...
wenn der rost nicht so tief über der glut hängen würde, so dass diese außen schwarz und innen noch roh sind.
und heute nacht wirds wieder richtig kalt ...
die letzte nacht im camper ...